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Ein einwöchiger
Fortbildungs-Lehrgang ging im Sommer 1991 an der Meisterschule für
Büchsenmacher in Ehingen zu Ende. Thema des Kurses: "Vermittlung von
Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Behebung von Fehlern an S&W-Pistolen
und -Revolvern sowie Fertigung von 100 Revolvern des Mod. 686 und 30
Pistolen aus vorbereiteten S&W-Rohteilen." |
Das Ganze fand statt unter der
Leitung des Chief Instructors des S&W- Academy Jack Fitzgerald und
seiner rechten Hand Al Vivencio. Am Ende einer lehrreichen Woche war man
von der Materie und den Möglichkeiten so begeistert, daß unter den
Kursteilnehmern die Club- Idee entstand, die von S&W befürwortet und
wenig später mit dem Frankfurter Dipl.-Ing. Peter Abel als 1. Vorsitzen-
dem in die Tat umgesetzt wurde. |
| Schwere Geburt
Der Ursprung der Idee liegt allerdings schon
länger zurück. Beiläufige Fragen dies- bezüglich wurden seit 1976
regelmäßig von S&W mit "No" beschieden.
Es sollte zehn Jahre dauern - von der ersten
gezielten Anfrage bei S&W wegen der Einrichtung und Durchführung
solcher Lehrgänge bis zur Eintragung des Clubs 1993 ins
Vereinsregister.
1983 klopfte Peter Abel das erste Mal
deutlicher und in Absprache mit einem Großhändler während der IWA in
Nürnberg bei S&W an. Es erfolgte die kurze, aber prägnante Antwort:
"Haben wir nicht,machen wir nicht, nur so einfache Sachen für die Polizei!
Aber vielleicht später." |
Abel ließ nicht locker. Doch 1984 gab es die
gleiche Antwort, allerdings mit dem Zusatz, mal mit dem deutschen
Großhändler zu reden. Die Grossisten waren von der Idee angetan, galt es
doch, den Absatz der S&W- Produkte in Deutschland zu fördern. So wurde
die Idee am köcheln gehalten. Doch erst 1987 war es soweit. S&W war
endlich bereit mitzuziehen, und es sollte der erste Lehrgang für
Spezialisten außerhalb Nordamerikas weltweit sein. Doch erst im Sommer
1991 erfolgte der eingangs beschriebene Lehrgang - den Bedürfnissen von
ausgebildeten Fachleuten angepaßt. Das Ergebnis waren die Sondermodelle
1991, von 30 Teilnehmern (Club 30) gefertigt und gemeinschaftlich
vertrieben |
| Leitgedanke
Die Leitgedanken des Clubs wurden nach und nach
formuliert zu Papier gebracht und in die Form einer Satzung gegossen, die
die Basis für die Gründung des eingetragenen Vereins auf der IWA im März
1993 in Nürnberg darstellte. Neben den üblichen Formalien sind die
wesentlichen Punkte:
- Jährlich einwöchige
Weiterbildungslehrgänge
- Hebung des Qualitätsstandards in Fertigung
und Reparatur
- Verkauf von ausgesuchter und vorher
durchgesehener und geprüfter Standardware.
- Anfertigung von Sondermodellen und
gemeinschaftlicher Vertrieb.
18 Betriebe (z.Z. 19 Anm. v.K.Triebel) fühlen
sich heute den Vorgaben des Clubs verpflichtet. Nachwuchs wurde schon
ausgebildet und wird nach einer Probezeit den Club erweitern und
bereichern. |
Sonderkonditionen
(Anm.v. R. Dehning)
Inzwischen wurde noch eine Servicekarte
geschaffen.
- Die Erstinspektion nach ca. 6 Monaten
ist kostenfrei. Danach können Sie jährlich eine Inspektion
entgeltlich durchführen lassen. Hierdurch verlängert sich
die Gewährleistung jeweils um 1 Jahr.
- Einstellen des Abzugsgewichtes im
Single-Action ist im Preis enthalten.
- Eine Verlängerung der gesetzlichen
Gewährleistungsfristen auf zwei Jahre für
S&W-Club-30-Waffen wurde freiwillig eingeführt.

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